Der teuerste Energieverbrauch in Immobilien fällt kaum auf
Es ist Montag, 5 Uhr morgens, alle Büros sind leer. Die Lüftung läuft, im Treppenhaus brennt das Licht, die Zirkulationspumpe arbeitet. Dieser Verbrauch ist so selbstverständlich, dass ihn niemand mehr hinterfragt. In der Stromrechnung steht nur die Summe, und genau darin liegt das Sparpotenzial.
Unbemerkter Verbrauch wird teuer
Abweichungen im Stromverbrauch fallen auf, da wird geprüft und nachgefragt, woran das liegen kann. Aber der alltägliche Verbrauch wird oft kaum hinterfragt. Ein Jahr hat 8.760 Stunden. Eine Anlage, die durchgehend 5 kW aufnimmt, verbraucht in dieser Zeit 43.800 kWh. Bei angenommenen 25 Cent pro kWh sind das 10.950 Euro, vielleicht für eine Leistung, die niemand braucht.
Unauffällige Energieverbraucher in gewerblich genutzten Immobilien
Die Gebäudetechnik, die unbemerkt dauerhaft Energie verbraucht, ist sehr vielfältig:
Lüftungs- und Klimaanlagen, die nicht an die Nutzungszeiten angepasst sind
Heizungspumpen und Warmwasserzirkulation im Dauerbetrieb
Standby-Verbrauch von Elektrogeräten
Beleuchtung ohne Erkennung von Anwesenheit oder Tageslicht
Falsche Sollwerte oder Zeitprogramme der Regelung nach Umbau, Nutzerwechsel oder Wartung
Heizen und Kühlen zur gleichen Zeit
Warum wird der unnötige Energieverbrauch nicht bemerkt?
Solange die Energiekosten im Budget liegen, fehlt der Anlass, nachzuschauen. Monats- und Jahreswerte verraten nicht, was nachts oder am Wochenende läuft. Dafür braucht es den Lastgang oder Viertelstundenwerte, idealerweise je Nutzungseinheit oder Anlage. Hinzu kommen getrennte Zuständigkeiten: Der Eigentümer zahlt, der Nutzer verbraucht, der Betreiber regelt. Jeder sieht nur seinen Ausschnitt.
Der Einstieg kostet kaum Geld
Der erste Schritt kostet kaum Geld. Schauen Sie sich den Verbrauch zwischen 2 und 4 Uhr nachts an und gehen Sie einmal außerhalb der Betriebszeiten durch das Gebäude. Wer hört, was brummt, und sieht, was leuchtet, findet meist schnell die ersten Kandidaten. Danach lohnt der Blick auf Zeitprogramme und Sollwerte. Erst was dann noch unklar bleibt, rechtfertigt zusätzliche Messtechnik.
Fazit
Energie in Gewerbeimmobilien zu sparen, beginnt mit Aufmerksamkeit statt mit Investitionen. Beim Blick von außen unterstützen wir Sie gerne.

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